Erfahrungsbericht: meine Laser-Augenoperation (LASIK-Operation)

oder
“Wie Thorsten jetzt ohne Brille vorm Fernseher besser einschlafen kann“

 

Vorwort:

Dieser Bericht ist ein Tagebuch meiner LASIK-Augenoperation. Er soll anderen Leuten, die sich überlegen selbst eine LASIK-Operation durchführen zu lassen das Ganze mal aus Patientensicht schildern.

Vorgreifend möchte ich hier schon erwähnen, dass ich mit dem Ergebnis der durchgeführten Operation sehr zufrieden bin und sie selbst jederzeit wieder durchführen lassen würde.

 

Vorgeschichte:

Ich bin (war) seid meiner Kindheit Brillenträger. Mit einer Sehschärfe von R -1.50 und L -2.25 Dioptrien habe ich nur eine „schwache Brille“ benötigt. Im Alltag musste ich diese jedoch immer Tragen (fürs Autofahren wird ab +/- 1 Dioptrien eine Brille benötigt und im Führerschein als Pflicht eingetragen).

 

Eine Brille hat jedoch im Alltag auch so seine Nachteile: wer schon mal mit seiner Brille auf dem Sofa eingeschlafen ist, wird sich spätestens beim Aufwachen über die „Brillenabdrücke“ im Gesicht und das verbogene Brillengestell geärgert haben….

Auch Kontaktlinsen waren für mich keine wirkliche Alternative: zwar vertrage ich sie sehr gut, bin aber zu Faul diese abends noch (nachdem ich auf dem Sofa wieder aufgewacht bin) aus dem Auge „heraus zu fummeln“.

 

Nach ersten Informationsbroschüren und Infovideos, die ich nach einem Werbespott im Radio (Hit Radio FFH) bei der „Laserklinik Frankfurt“ bestellt hatte, habe ich jedoch die ganze Angelegenheit wieder auf unbestimmte Zeit vertagt:  Mir wirkten diese Informationen allzu sehr als „Buntes Werbematerial“ und ich hatte zuviel Angst um mein Augenlicht.

Einige Jahre später (im Sommer 2002) habe ich auf einer Geburtstagsfeier einer guten Freundin im Gespräch mit Alexander D. erfahren, dass er selbst vor einigen Jahren eine LASIK-Operation hat durchführen lassen. Er war sehr zufrieden mit dem Eingriff und hat mir auch von einigen Bekannten erzählt, denen er auch die Operation empfohlen hat und die auch alle sehr zufrieden seien. Alle sind im Augenärztliches Operationszentrum Lohr (http://www.armbrust-augenklinik.de) operiert worden.

 

Kurzum – 10 Tage später  - hatte ich für mich den Entschluss gefasst den Eingriff auch an mir durchführen zu lassen. Ein persönliches Gespräch mit einer vertrauten Person ist halt 1000 mal besser als jede Broschüre ! Nach Ausfüllen eines Fragebogens auf der Internetseite wurde ich nach 2 Tagen zurückgerufen und bekam einen Termin für die Voruntersuchung.

 

Auf der Internetseite erfährt man schon einige wichtige Informationen:

Aufzählung

Kosten für die Operation (2 Augen inkl. Nachuntersuchungen und evtl. nötigen Korrektureingriffen) € 2900.-

Aufzählung

keine Kostenübernahme der Krankenkassen (auch bei privaten Krankenversicherungen / evtl. ist dort aber aus Kulanz eine Kostenbeteiligung möglich)

Aufzählung

auch nach einer LASIK-Operation wird man im Alter (ab >40 ) eine Lesebrille benötigen

 

1. Tag (Montag, den 8.7.2002): die Voruntersuchung:

Auch zur Voruntersuchung muss man sich Fahren lassen, da ein eigenes Zurückfahren nicht möglich ist !

Nachdem ich um 13.00 Uhr in der großen Praxis freundlich empfangen wurde, wurden die „üblichen“ Augenuntersuchungen die man vom Augenarzt kennt durchgeführt: Sehschärfe (Sehtest) und Augendruck (Augeninnendruck?) messen (wird per Luftdruck gemacht). Danach kamen einige mir neue Augenuntersuchungen: Feststellen der Hornhautverkrümmung (die bei mir fast nicht vorhanden ist), einige Computermessungen der Sehschärfe, ein Kontrast-Erkennungs-Sehtest, ein Test wie weit sich die Pupille maximal (im Dunkeln) öffnet.  Alle Tests sind von netten Ärzten und Arzthelferinnen durchgeführt worden ohne dass irgendetwas spürbar war (keine Schmerzen / Fremdkörpergefühl / etc.).

Als nächstes wurden mir, durch Augentropfen die Pupillen – ich vermute mal – betäubt. Diese Tropfen haben ein klein wenig im Auge „gebrannt“ und führten dazu, dass meine Pupillen sich komplett öffneten.

Nun wurde mit den geöffneten Pupillen noch mal eine Computer-Sehschärfe-Messung durchgeführt (die so wohl besonders genau und unbeeinflusst von mir durchgeführt wurde). Als nächstes kamen nochmals Tropfen ins Auge um diese zu „Betäuben“ und danach die Hornhautdicke zu messen. Das Messen erfolgte auch wieder völlig schmerzfrei, indem eine  Arzthelferin ein Messgerät einige male auf  jedes Auge aufsetzte. Allerdings hatte die nun benutzen Tropfen den Effekt der „Fremdkörperwirkung“ im Auge: es fühlte sich an als wenn im Auge eine „große“ Raue Fläche wäre. Darauf wurde ich vorher aber auch hingewiesen und dass es etwa 15 Minuten anhalten würde. Nach diesen 15 Minuten war der Spuk dann auch vorbei und ich konnte wieder „normal“ sehen.

Während der Untersuchung und zum Abschluss dieser wurden zwei Beratungsgespräche durchgeführt. Dort bin ich über Risiken und deren Häufigkeit (meiner Meinung nach fast alles „vernachlässigbar“) aufgeklärt worden und konnte alle meine Fragen ausgiebig besprechen.

So habe ich erfahren, dass es auch möglich ist eine Lasik-Operation bei Hornhautverkrümmung durchzuführen (die bei mir ja nicht vorhanden ist). Die Hornhautverkrümmung (bis zu einem gewissen Umfang) wird dort direkt „mitkorrigiert“.

Außerdem wurde mit gesagt, dass der dort eingesetzte Laser zur modernsten Gerätegeneration gehört, und dass außer in Lohr in Europa nur in Barcelona und London die gleichen Geräte eingesetzt werden !

Bei meiner Sehstärke gäbe es eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit (98%) nach der Operation komplett keine Brille mehr tragen zu müssen.

 

Nach durchgeführter Voruntersuchung habe ich noch einen Termin für die Operation vereinbart, der mir auch schon für 2 Tage später zugesagt wurde.

 

Beim Verlassen der Praxis (nach ca. 2,5 Stunden) wurde ich dann „erleuchtet“. Durch die Augentropfen die das Öffnen der Pupille bewirkten, wird man sehr lichtempfindlich. An diesem schönen Tag (Temperatur über 30 Grad, keine Wolken) kam es mir vor als wenn ich in einen Flutlichtscheinwerfer schauen würde ! Nachdem ich mit fast zugehaltenen Augen den Weg zum Auto gefunden hatte (Verena hat mir dabei geholfen) habe ich mir erstmal Verenas Sonnenbrille aufgesetzt und mich heimfahren lassen. Die Lichtempfindlichkeit hat bei mir bis in die Nacht angehalten, stellte aber nur im Freien ein Problem dar. In der Wohnung war es bei halb heruntergelassenen Rollläden sehr gut ertragbar.

 

Zusammenfassend für diesen Tag kann ich sagen, dass ich mich in der Praxis vom dem Profi-Ärzteteam sehr gut aufgehoben und sehr wohl gefühlt habe. Meine Entscheidung für den Eingriff wurde dadurch bestärkt und mein Gewissen beruhigt.

 

2. Tag (Mittwoch, den 10.7.2002): Die Operation

Nachdem ich pünktlich um 12.30 Uhr in der Praxis war, musste ich ca. 20 Minuten warten bevor ich aufgerufen wurde. Mein Blutdruck und die Nervosität (und Angst) war ständig steigend. Dann kam ich in den OP-Vorbereitungsraum. Es wurde mir ein Haarnetz für den Kopf und Schutztüten über die Schuhe gezogen (um Unreinheiten im OP zu verhindern). Danach bekam ich in einem bequemen Sessel einige Augentropfen zur Vorbereitung und eine Beruhigungstablette damit man den Laser dann besser anstarren kann.

Weitere 10 Minuten später wurde ich in den OP gebeten. Dort saß ich auf einem OP-Stuhl, der sich ähnlich wie ein Zahnarztstuhl nach hinten umlegte.

Zur Demonstration des Lasergeräusches hat man den Laser eingeschaltet um mir das Geräusch (irgendwas zwischen Tackern und knallen: tak tak tak tak im halbsekündlichen abschnitten) zu demonstrieren (damit man während des Eingriffs nicht erschrickt).

Danach wurde mit dem rechten Auge begonnen: zuerst Betäubungstropfen. Dann wurde ich mit dem Stuhl in den Arbeitsbereich gedreht. Ein Aufkleber auf meine Augenbrauen (um Dreck zu verhindern). Dann eine Augenklammer die das (nun schon betäubte Auge) aufhielt. Dabei war absolut kein unangenehmes Gefühl oder Druck feststellbar. Man konnte den Laser schon als blinkenden Punkt erkennen und fixieren…

Als nächstes wurde noch mal schnell die Hornhautdicke gemessen (denke ich) – das geschieht mit einem kleinen Messgerät kurz auf dem Auge (nicht spürbar).

Nun wurde ein „Gerät“ auf das Auge angesetzt. Für mich sah es aus wie ein 2 Euro-Stück-großes, rundes, durchsichtiges „Etwas“ und dann mit Luftdruck (oder Unterdruck) angesaugt. Man sagte mir es könne jetzt etwas drücken. Was allerdings so nicht unbedingt wahrnehmbar war. Also auch völlig problemlos. Nun wurde mit einem Mikro-Messer, das wohl in dem Gerät auf Schienen eingebaut war, die Hornhaut angeschnitten (bis nur noch ein Zipfel zum Aufklappen dran ist). Beim Aufschneiden hört man nur ein leichtes surren (des Motors) und merkt sonst nichts. Wenn das Messer in der Mitte des Auges ist, sieht man kurzzeitig den blinkenden Laserpunkt nicht mehr – das ist alles. Gespürt habe ich davon gar nichts…

So, nun wurde die Hornhaut weggeklappt. Dabei wurde plötzlich der rote Punkt ziemlich unscharf (womit ich nicht gerechnet hatte). Diesen unscharfen Punkt musste ich nun fixieren (was mit einem scharfen Punkt wesentlich einfacher gewesen wäre). Der Laser hat nun angefangen zu Lasern – das tak tak tak war für ca. 20 Sekunden zu hören.

Danach wurde vom Arzt scheinbar die Oberfläche desinfiziert (sieht so aus als wenn er mit einem Leuchtstab am Auge vorbeiwinkt) und die Hornhaut zurückgeklappt. Nun noch einmal kurz „wie mit einem Pinsel“ an den Rändern des für mich unsichtbaren Schnittes alles angedrückt (unspürbar) und fertig war das Auge. Am rechten Auge wurde eine durchsichtige Schutzklappe befestigt.  Alles in allem dauerte das Ganze vielleicht 5 Minuten.

 

 „So – nun geht´s mit dem linken Auge weiter“ war der nächste Spruch den ich hörte.  Und die ganze Prozedur wiederholte sich noch mal 5 Minuten.

 

Danach konnte ich vorsichtig Aufstehen. Die Schutzklappe irritierte meine ersten „neuen Eindrücke“ weil mir ihr Vorhandensein nicht bewusst war, und meine rechte Wahrnehmung durch die Schutzklappe verfremdet war… (was ist mit meinem rechten Auge?). Als ich die Arzthelferin angesprochen habe sagte sie mir dass ich rechts noch eine Schutzklappe hätte.

Nun setzte ich mich auf einen der großen Entspannungssessel und die Schutzklappe wurde entfernt. Der erste Seheindruck war „nicht ganz berauschend“, da ich immer noch einige Dinge nicht scharf sah (z.B. die Uhr an der Wand), und ich vor der Operation ja auch nur wenig Dioptrien hatte… (Patienten die vorher „viel“ Dioptrien hatten haben hier angeblich schon einen großen „Aha-ich-kann-sehen“-Effekt).

10 Minuten später wurde mir vom Arzt noch einmal genau in die Augen geschaut – alles war „perfekt gelaufen“.  Eine freundliche Helferin gab mir dann noch eine schicke Sonnenbrille (für die ersten Tage, vor allem draußen zu tragen) und für nachts eine Art „Taucherbrille“ damit ich mir nicht versehentlich im Schlaf die Augen reiben kann (siehe Bild). Der Arzt sagte mir noch, ich solle mit geschlossenen Augen nach Hause fahren, und mich dann erstmal 2 Stunden schlafen legen – danach wäre alles schon viel schärfer….

 

2-3 Stunden später war meine Sehschärfe auch schon viel besser (nur mit dem Lesen und dem scharf Sehen von nahen Gegenständen hatte ich noch meine Probleme).

 

Weitere Dinge die zu berücksichtigen sind: in den ersten Wochen, ganz besonders in den ersten 3 Tagen, darf NICHTS ins kommen und man darf sich nicht ins Auge langen. Bei „Matzeln“ oder ähnlichem ist da schon Disziplin gefragt. Am besten die ersten 3 Tage keine Haare waschen (oder Sie sich vorsichtig in der Badewanne waschen lassen) – beim Duschen nur bis zum Oberkörper waschen (sicher ist sicher). Am Tag der OP und in den nächsten 3 Tagen kein Deo oder Parfum verwenden; möglichst keine Büroarbeiten / Computerarbeiten in den ersten Tagen (dabei blinzelt man weniger als normal und das trocknet die Augen zu sehr aus).

Augentropfen: jede Stunde (wenn man nicht schläft) Lacrisic® SE (Tränenflüssigkeit) und alle 2 Stunden zusätzlich Isopto®-Max (Breitspektrum Antibiotikum)

 

3. Tag (Donnerstag, den 11.7.2002):

Das Schlafen mit dieser „Taucherbrille“ ist wirklich das Unangenehmste an der ganzen Operation. In der ersten Nacht hat mich diese Brille schon sehr oft geweckt, da beim Umdrehen im Schlaf doch einige Druckpunkte entstehen… na ja, es stehen mir noch 6 Nächte mit „Taucherbrille“ bevor… das ist auch zu schaffen.

Mein Eindruck von der Sehschärfe ist faszinierend. Gleich morgens ist ein Nachuntersuchungstermin. Zuerst wurde wieder ein normaler Sehtest (Zahlen ablesen) und ein Computer-Sehtest gemacht. Meine Werte: Rechts 0 Dioptrien, Links -0,25 Dioptrien. Beim anschließenden Gespräch mit Dr. Michael Armbrust (der auch noch einmal in die Augen geschaut hat) sagte er mir das alles soweit okay sei. Die -0,25 Dioptrien auf der Linken Seite können sich evtl. auch noch verbessern… nächster Termin in 10 Tagen.

 

Nachmittags hatte ich erste „Komplikationen“: plötzlich hatte ich das Gefühl, auf dem Linken Auge ein ganz klein wenig unschärfer zu sehen (als am Morgen) in Verbindung mit einem „Sandkorngefühl“ im Auge. Da ich Angst hatte das sich die aufgeschnittene Hornhautplatte verschoben hatte, bin ich nochmals zum Augenarzt gefahren. Nach einem weiteren Sehtest und Computersehtest kam ich zur Ärztin Dr. Niedrée-Sorg, die mir nach einem Blick in die Augen mitteilte, meine Augen (besonders mein Linkes) seien zu trocken, und ich solle öfters die künstlichen Tränentropfen nutzen (alle halbe Stunde – normal ist ab dem 2 Tag alle 2 Stunden). Durch die trockene Hornhautoberfläche ist die Unschärfe und das Sandkorngefühl entstanden. Mein Gewissen war nun auch wieder beruhigt und kurz danach war das auch alles wieder in Ordnung.

 

4. Tag (Freitag, den 12.7.2002):

Weiterhin viele Tropfen in die Augen. Im Linken Auge habe ich immer noch ein leichtes Fremdkörpergefühl.

 

5 . Tag (Samstag, den 13.7.2002):

Heute war ich auf einer Hochzeit. Wie üblich dauert so etwas bis in den späten Abend hinein. Der viele Rauch in der Gaststätte hat mir etwas zu schaffen gemacht, was ich aber durch ein paar Augentropfen mehr ausgeglichen habe. Später am Abend wird das Fremdkörpergefühl im Linken Auge stärker. Begleitet wird das Fremdkörpergefühl diesmal von einem Druck im Auge, der sich auf die linke Schläfe projiziert. Im Spiegel kann ich erkennen dass das Auge von roten Äderchen durchdrungen ist. Etwas besorgt (und übermüdet) gehe ich spät am Abend heim (fahre aber nicht selbst).

 

6. Tag (Sonntag, den 14.7.2002):

Auch heute ist mein linkes Auge noch unangenehmer als bisher. Ich vermute das ich mir durch Überanstrengung oder ähnliches eine leichte Entzündung im linken Auge zugezogen habe und warte auf den Montag.

 

7. Tag (Montag, den 15.7.2002):

Ich fahre selbst (und ohne Probleme beim Autofahren) unangemeldet zum Augenarzt in die Klink und komme auch recht rasch (nach dem üblichen Sehtest) zum Arzt. Diesmal werde ich von Dr. Stephan Weiske untersucht (da Dr. Michael Armbrust und Dr. Oliver Schütte wohl nicht da waren oder anderweitig beschäftigt waren). Nach einer kurzen Beschreibung meines Eindrucks und einer Untersuchung des Auges wird mir mitgeteilt, dass sind im linken Auge die Hornhaut noch nicht ganz angelegt hätte. Dadurch entstehe das ständige Fremdkörpergefühl. Ich kann mir dadurch auch die -0,25 Dioptrien im linken Auge besser erklären, und hoffe das sind mit dem hoffentlich baldigen Anlegen der Hornhaut auch die letzen -0,25 Dioptrien erübrigen… (wobei -0,25 Dioptrien auch nicht wirklich störend sind).

Am selben Tag nachmittags ist das Fremdkörpergefühl für etliche Stunden weg (und ich bilde mir ein dass ich auch auf dem linken Auge besser sehe als vorher).

 

8. Tag (Dienstag, den 16.7.2002):

Ähnlich wie montags habe ich großteils das Fremdkörpergefühl, zeitweise aber nicht…

 

11. Tag (Freitag, den 19.7.2002):

Ich bin wieder beim Arzt. Mein Fremdkörpergefühl ist immer noch vorhanden und ich bin deswegen leicht frustriert. Dr. Schütte untersucht mich und stellt fest, dass beide Augen sehr trocken sind. Das Linke aber besonders trocken sei. Trockene Augen hätte er schon öfters gesehen, aber bei mir wäre auffallend dass die Augen unterschiedlich trocken sind…

Ich bekomme ein Gel verschrieben, dass ich über das Wochenende in das Auge tropfen soll. Das Gel ist wie zähflüssige Augentropfen und bildet eine Schutzschicht auf dem Auge. Ich stelle fest, dass mir das Gel sehr gut tut.

 

12. Tag (Samstag, den 20.7.2002):

Durch das Gel verschwindet das Fremdkörpergefühl fast die ganze Zeit.

 

14. Tag (Montag, den 22.7.2002):

Da ich schlecht geschlafen habe, bin ich schon um 4.00 Uhr aufgestanden… Natürlich habe ich mir pflichtgemäß meine antibakteriellen Augentropfen (Isopto®-Max) getropft. Bis zum Termin beim Augenarzt um 8.00 Uhr ist mein Auge (im Gegensatz zum Wochenende) wieder total trocken, und der obligatorische Sehtest fällt auf dem linken Auge „dramatisch“ schlecht aus. Der Arzt Dr. Schütte sieht wieder wie trocken beide Augen sind, und sagt ich solle nun die antibakteriellen Tropfen weglassen. Ich scheine das darin enthaltene Konservierungsmittel nicht zu vertragen (was dann wiederum zu den trockenen Augen führte). Die Flasche war sowieso so gut wie leer und die Einnahme der Tropfen ab dem 10. Tag nach der Operation nicht mehr nötig.

Nach dieser Erklärung war mir auch klar, warum mir es am Wochenende so gut ging: ich hatte im vielen Wochenendstress die Tropfen nur sehr unregelmäßig eingenommen und ab und an vergessen…

Ich sollte weiterhin meine Augentropfen (für das rechte Auge) und das Gel (für das linke Auge) benutzen. Nächster Kontrolltermin ist der Freitag.

 

18. Tag (Freitag, den 26.7.2002):

Meine Augen, besonders mein rechtes ist immer noch sehr trocken und rechts sehe ich sehr schlecht. Dr. Schütte gibt mir anstatt des Augengels aus der Tube (Corneregel) Augengel (Visc-Ophtal® sine) in Einmal-Verpackungen (wie die Augentropfen, je 0,6 ml). In dem Augengel in der Tube wäre ja auch ein wenig Konservierungsstoff drinnen.

 

19. und 20. Tag (Samstag 27.7.2002 und Sonntag 28.7.2002):

Mit meinem rechten Auge ist es weiterhin recht bescheiden. Ich sehe sehr unscharf und wie durch ein Milchglas. Auch das neue Augengel hilft nur wenig gegen meine trockenen Augen. Zur Sehkraft: rechts sehe ich nahezu perfekt, mit dem linken Auge kann ich ein Kfz-Kennzeichnen eines vor mir stehenden Autos nicht lesen! Zusätzlich habe ich an beiden Tagen leichtes Kopfweh auf der linken Seite, was ich mir durch die schlechte Sehkraft rechts erkläre. Mit der Post kommt die Rechnung über 2900 € (abzüglich der 1000 € Anzahlung). Ich bin ziemlich frustriert und freue mich auf meinen Arzttermin am Montag.

 

21. Tag (Montag, den 29.7.2002):

Beim Arzttermin stellt Dr. Schütte weiterhin die sehr trockenen Augen fest. Diesmal bekomme ich eine Verbandskontaktlinse eingesetzt. Diese soll die Hornhautoberfläche mit Feuchtigkeit versorgen. Weiterhin soll ich nur noch meine „normalen“ Augentropfen (Lacrisic® SE) nehmen und 2 mal täglich antibakterielle Augentropfen (aus Einzeldosisbehältern ohne Konservierungsmittel – die Produktbezeichnung habe ich nicht mehr)

Die Sehkraft auf dem linken Auge wird nach kurzer Zeit viel besser (Kfz-Kennzeichnen sind wieder lesbar) und vom Gefühl her ist das Auge wesentlich angenehmer. Nächster Kontrolltermin ist der Mittwoch, diesmal mit Dr. Schütte und Dr. Armbrust (auf meinen Wunsch nach einer 2. Meinung)

 

23. Tag (Mittwoch, den 1.8.2002):

Dr. Schütte schaut sich die Augen an und stellt eine enorme Verbesserung fest. Die Verbandskontaktlinse wird herausgenommen. In den nächsten Tagen würde es erstmal wieder schlechter werden – dann aber auch wieder besser. Ab der 5. Woche nach OP sollte das Auge sich wieder selbst versorgen können. Ich soll nur die normalen Augentropfen (Lacrisic® SE) nehmen, diese aber sehr oft.

Eine Stunde nach Entfernen der Verbandskontaktlinse ist meine Sehkraft links wieder sichtbar schlechter.

 

24. Tag (Donnerstag, den 2.8.2002):

Mein linkes Auge hat sich wieder gut erholt. Ich habe noch den Eindruck links „einen Tick schlechter“ zu sehen als rechts. Ich vermute aber, dass es die verbleibenden 0.25 Dioptrien auf dem linken Auge sind…

 

38. Tag (Freitag, den 16.8.2002):

Heute ist wieder mal Kontrolltermin bei Dr. Armbrust. Im Ergebnis wird mir mitgeteilt, dass ich die Brille endgültig los bin. Augentropfen soll ich nur noch nehmen wenn ich ein Trockenheitsgefühl habe. Eine Bescheinigung für den Führerschein habe ich auch bekommen (damit der Brillenzusatz gestrichen werden kann). Meine Sehkraft beträgt mit beiden Augen „über 100 Prozent“ (ich glaube 110 %). Auf dem rechten Auge (einzeln) habe ich 100%, auf dem linken Auge (einzeln) leicht unter 100% (der genaue Wert wurde mir nicht gesagt).

Die nächste Nachuntersuchung ist erst in 2 Monaten.

 

Der Ausdruck eines Computer-Sehtests sieht so aus:

 

RIGHT IOL

VD: 12.0

 

SPH

CYL

AX

+0.50

-0.50

116

 

 

 

LEFT IOL

 

 

+0.50

-0.50

61

 

 

 

PD : 70 mm

 

 

 

Wenn ich es richtig verstanden habe, dann wird nach DIN-Schreibweise der erste (SPH) und der zweite Wert (CYL)  addiert, was links und rechts dann laut DIN 0 Dioptrien ergibt.

 

Nachtrag:

ca. 8 Monate später (02/2003):

Nach nun über 8 Monaten Erfahrung kann ich schreiben, dass ich immer noch sehr zufrieden mit dem Ergebnis bin.

Einzige "Nebenwirkung" oder "Spätfolge", die ich bisher festgestellt habe sind trockene Augen wenn ich erkältet bin. Für Kontaktlinsenträger könnte dies bedeuten, dass nach einer nicht 100%ig erfolgreichen OP das tragen von Kontaktlinsen nicht mehr oder nur eingeschränkt möglich ist. Da ich aber keine Sehhilfe mehr benötige ist das für mich nicht weiter relevant.

Nachtrag 2:

ca. 2 1/2 Jahre später (12/2004):

Nach 2 1/2 Jahren kann ich immernoch sagen dass alles 100% in Ordnung ist. Auch die Trockenen Augen bei einer Erkältung sind nicht mehr vorhanden.

Nachtrag 3:

ca. 4 1/2 Jahre später (11/2006):

Immernoch alles im grünen Bereich!

Bei einer Einstellungsuntersuchung hat mir allerdings der Arzt gesagt ich würde auf dem rechten Auge in der Ferne schlechter sehen und ich solle das mal von einem Augenarzt untersuchen lassen... hab ich allerdings bisher noch nicht gemacht.

Nachtrag 4:

ca. 8 Jahre später (3/2010):

Immernoch alles im grünen Bereich! Ich kann die Lasik-OP immernoch jedem weiterempfehlen.

 

Kommentare sind im Gästebuch herzlich willkommen !

 

 

Eine weitere private Webseite zu diesem Thema: http://www.meine-augenlaser-operation.de/